Egbert
Online-Community-Moderator
Egbert hat einen eigenwilligen Ansatz, wenn es darum geht, Illustration Grundlagen zu vermitteln. Seine Sessions sind selten trocken—oft bringt er Beispiele aus seinem Alltag mit,
etwa wie er mal einen Werbeauftrag mit zu wenig Vorgaben bekommen hat und daraus eine spontane Übung für die Klasse bastelt. Was viele erst später merken: Die Übungen bauen klug
aufeinander auf, als hätte er eine unsichtbare Treppe entworfen, die man erst rückblickend erkennt. Er spricht über Perspektive oder Farblehre nicht als bloße Theorie, sondern verwebt
immer wieder kleine, reale Anekdoten—zum Beispiel, warum die alten Meister Schatten so gesetzt haben, wie sie es taten, weil das Licht in ihren Städten anders war. Im Raum herrscht
eine Mischung aus konzentrierter Ruhe und gelegentlichem Lachen, wenn Egbert mal wieder eine Skizze zeigt, die komplett aus dem Ruder gelaufen ist. Seine Erfahrung reicht weit zurück;
er hat noch gelernt, wie man mit Tuschepatronen kleckst, und versteht es, diesen historischen Blick einzubringen, ohne dass es nach Museum riecht. Nach dem Unterricht verschwindet er
manchmal für ein paar Wochen – dann sitzt er bei irgendeinem Verlag oder Start-up, analysiert mit denen ihre Probleme und bringt ein paar echte Fälle zurück in den Unterricht. Fast
schon beiläufig erwähnt er dann, wie wichtig es ist, mal gegen den Strich zu denken, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Interessant ist, dass viele in ihren Feedbacks schreiben, sie
seien durch Egberts Fragen oft ins Schwimmen geraten, hätten aber selten so viel Zutrauen in ihre eigenen Skizzen gewonnen. Einmal ließ er uns minutenlang nur mit groben Linien
arbeiten—keine Farben, keine Details—und meinte, das Leben sei schließlich auch selten sauber umrissen.